Archiv | August, 2012

@vancouvercanadians

31 Aug

oder wie man mir die regeln des baseballs anhand eines praktischen beispiels erläuterte ;)

es war sonntag nachmittag und was macht man da so, wenn gerade kein fußball ist, die eishockey saison noch nicht gestartet ist und am strand abhängen schon zur gewohnheit wurde? richtig: man geht mit der gesamten family zum baseball.

ich habe mich immer gefragt, warum das so viele leute hier machen. nicht nur, dass der sport bis kurz vor ende des spiels nicht sonderlich spannend ist – so ein spiel kann auch schon mal bis zu 6 stunden dauern… da mich aber meine freundin janet eingeladen hat, sie zu einem spiel der vancouver canadians zu begleiten (die tickets waren ein weihnachtsgeschenk ihres schwagers in spe) habe ich natürlich die chance ergriffen, um mein wissen um einen weiteren kanadischen „volkssport“ zu erweitern :)

ihr fragt euch sicher: was war mit felix? war der nicht mit von der partie? tja… something went obviously wrong for him this day: he had to work and it was me, who attended the first baseball game in life :)

wie mädchen halt so sind, kamen wir ein bisschen später und das spiel war schon in vollem gange. man muss dazu sagen, dass die vancouver canadians nicht in der ersten liga spielen. das stadion ist relativ klein und ziemlich alt (was hier gemeinhin halt so als alt gilt – vancouver selbst ist ja gerade einmal hundert jahre alt).
wir suchten uns unsere plätze auf der tribüne und janet begann damit, mir alles zu erklären, was man nur so wissen muss (mir war es nämlich nicht erlaubt nach hause zu kommen, wenn ich nicht alle regeln kenne… nur, um sie dann felix erklären zu können, damit er auch endlich mal die baseballregeln versteht ;))

allerdings konnte man ziemlich schnell feststellen, dass es hier nicht sonderlich um den sport geht, sondern in erster linie darum, sich mit freunden oder familie zu treffen, zu essen, zu trinken oder sich zu untwerhalten. das ständige geplappere der leute wurde eigentlich nur dann unterbrochen, wenn a) ein home run stattfand oder wenn b) eines der vielen „special events“ startete.

ihr könnt euch nicht vorstellen wie mir bei diesen „special events“ die mundlade klappte… da sitzen die leute jeder altersklasse zusammen auf der tribüne und mitten während des spiels kommt dann auf einmal eine durchsage: „time for the chickendance“ und es stehen ALLE! auf, um gemeinsam den ententanz zu tanzen… ich war so … wow, ich konnte nur noch staunen (das spiel lief dabei ja weiter…).
außerdem gab es noch einige lieder die gesungen wurden, ein noiseometer, das anzeigt, wie laut es gerade ist und was dann natürlich jeden im stadium dazu animiert noch lauter zu klatschen, zu jubeln und zu feiern :) und in einer kurzen unterbrechung fingen die männer, die den job hatten den sand zu glätten auch noch an synchron zu tanzen…

einfach verrückt sag ich euch…

wir haben uns natürlich auch noch den obligatorischen hot dog gekauft (auf den man hier sauerkraut macht!), eis und cotton candy zu uns genommen und weil der felix schon nicht dabei sein konnte, hab ich ihm wenigstens ein cap von den vancouver canadians mitgebracht ;)

alles in allem war das ein superlustiger, aufregender und abwechslungsreicher nachmittag und als der felix von der arbeit kam, hatte ich ausnahmsweise :))) einmal viel zu erzählen und wir hatten viel zu lachen, als wir uns die bilder und videos ansahen :)

big thanks to janet for taking me to my first vancouver canadian game and hopefully i can take you to a game of the 1.FCN one time :)

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vancouver island – gestatten: telegraph cove

28 Aug

wenn es eine sache, eine erfahrung, ein erlebnis oder ein abenteuer gibt, welches ich hier in kanada niiiiieeeemals missen möchte, dann ist es unser kurztrip nach vancouver island – genauer gesagt nach telegraph cove.

warum wir dorthin wollten? wir wollten wale sehen!

diese sind nur von mitte juni bis anfang oktober gut zu beobachten und da ich jetzt einen neuen job (vollzeit, beitrag folgt…) angefangen habe, blieb uns nur noch der august dafür. also recherchierten wir im internet und wurden schließlich in telegraph cove fündig. wir fanden eine organisation, die sich schon seit 45 jahren um das wohl der wale in der region kümmert und diese in dem gebiet um johnstone straight erforscht und beobachtet.

da dies keine der üblichen „whale watching“ touren war, die hinter den walen herfahren oder sie verfolgen, entschieden wir uns dafür, den weiten weg auf uns zu nehmen und starteten an einem dienstag früh unser abenteuer.

erst fuhren wir mit dem bus nach horeshoe bay, von dort aus nahmen wir die fähre nach vancouver island, genauer gesagt: nach nanaimo, um uns dort dann ein auto zu mieten, um die knapp 400 kilometer nach telegraph cove (im nordwesten der insel) zurücklegen zu können.

nachdem uns unser weg die meiste zeit entlag der küste führte, konnten wir viele tolle eindrücke und bilder mitnehmen und die fahrt verging wie im fluge.

wir erreichten telegraph cove gegen frühen abend und mussten nur noch durch ein kleines waldstück und ein paar schotterstraßen ehe wir den campingplatz erreichten. dort „empfing“ uns gleich der „campground manager“, den wir zuvor erst für einen wildcamper hielten. zerzaust und verzottelt saß er vor seinem feuer, sein hund neben ihm und die pfeife im mund (also der mann – nicht der hund… obwohl… ;)).
wir hatten reserviert – typisch deutsche angewohnheit – und nach längerem suchen in seinem camper fand er dann auch schließlich den wisch, der unsere reservierung, bestätigte. diese war jedoch nicht nötig gewesen, da es dort unendlich viel platz gab – telegraph cove hat nur ca. 20 permanent residents, also einwohner die ständig dort leben.

nach stunden an unserem wirklich fantastischem campingplatz, der neben viel platz auch noch tisch und bänke und eine feuerstelle bereithielt, kuschelten wir uns dann nach einem riiiiesigen lagerfeuer (okay, da hab ich wohl ein bisschen übertrieben und wir konnten froh sein, dass später kein hubschrauber nötig war, um den von mir fast verursachten waldbrand zu löschen ;)) und ein paar bieren in unser zelt und freuten uns auf den nächsten tag und die stunden auf dem wasser…

um 9 in der früh ging es dann auch schon los und ich kann mit worten einfach nicht beschreiben wie schön, lehrreich, informativ, gigantisch, einzigartig, berührend, faszinierend und magisch diese stunden für uns waren, in denen wir auf dem wasser trieben und dem treiben von delphinen, buckelwalen, seelöwen, seerobben und etlichen orcas beiwohnen durften.

dieser ausflug war bis jetzt einer der besten erfahrungen unseres lebens und damit ihr zumindest ein bisschen der atmosphäre miterleben könnt, haben wir auch ein bisschen gefilmt (könnt ihr dann exklusiv bei unserer hallo-wir-sind-wieder-zurück-vielleicht-wären-wir-gerne-geblieben-aber-sind-doch-zurückgekommen-feier bestaunen) – das meiste haben wir jedoch ganz egoistisch einfach nur für uns selbst genossen :)

there he is… impressive, overwhelming and threatening in one

buntzen lake

22 Aug

ein ganzer tag gemeinsam – oder eine reise ans andere ende der welt :)

mit diesem trip hätten wir das erste mal unser ticket für den public transit so richtig ausgereizt – es würde nämlich exakt 90min fahrtzeit zum buntzen lake benötigen und auch nur dann, wenn man beim umsteigen auch gleich seinen anschluss bus erwischt… daher entschieden wir uns für das tagesticket und waren soher auf der sicheren seite…

nach einer eineinhalbstündigen fahrtzeit – der bus ließ uns mitten in der pampa raus – erwartete uns erstmal ein kleiner walk von circa 2km bis wir dort ankamen. als erstes erblickten wir einen badesee wie aus dem bilderbuch: der strand war toll und weit und weiß und natürlich befanden sich nur eine hand voll leute dort, die mit ihren familien picknickten, badeten oder schlicht und einfach den tag genossen.

wir marschierten aber gleich los, da wir ja noch den see umrunden wollten.
der weg war einer der schönsten, die wir bisher hier gelaufen sind – und das waren eine menge… aber dieser war so abwechslungsreich, so schön und das allertollste: bei der hälfte des weges erreichten wir einen weiteren herrlichen spot, wo wir ins wasser konnten… also nichts wie raus aus den klamotten und rein in die fluten :)

nach einer kurzen abkühlung und einem leckeren lunch machten wir uns wieder auf unseren weg und hatten beim aufstieg einen grandiosen blick über den see und die landschaft rund um den buntzen lake…

die letzten schritte beschritten wir etwas schneller, da unser bus nur einmal die stunde fuhr und wir uns sputen mussten, um ihn noch zu bekommen. mit dem blick auf die uhr – ungefähr alle 30 sekunden – rannten, liefen, schnauften, verweilten, sprinteten und schlurften wir der bushaltestelle entgegen.

wir konnten dann schon in sichtweite feststellen, dass wir in 7 minuten locker da sein würden, als unser bus um die ecke bog und einfach vorbeifuhr, ohne uns oder der haltestelle aufmerksamkeit zu schenken :(

was lernten wir also daraus: an so entlegenen orten kann man dem fahrplan nicht vertrauen! hier steigen einfach kaum menschen ein und aus und daher ist der bus meist früher dran als der fahrplan es eigentlich vorhersagt.

wir setzten uns also in den schatten, kühlten unsere durch unseren schlusssprint erhitzten und roten gesichter und warteten, warteten und warteten, bis uns der nächste bus dann nach hause brachte!

trotz allem war dieser ausflug wieder mal ein volltreffer und eine gelungene abwechslung zu unseren derzeitigen jobs :)

bis bald, freut euch auf
vancouver island – gestatten: telegraph cove
susa

family was visiting…

19 Aug

… oder wie sich papa und pete aufmachten, um in der wildnis zu überleben :)

jaaa… lange ist’s her, dass ich geschrieben habe, aber ich hatte auch meine gründe ;-) in der letzten zeit ist viel passiert und es ging etwas drunter und drüber hier in der wohl entspanntesten und relaxtesten stadt der welt – wir hatten besuch!

vor zwei wochen fuhr ich zum flughafen, um meinen geliebten papa und meinen ebenso sehr geliebten bruder :) abzuholen… nach einer stunde wartezeit waren sie dann endlich da und wir machten uns auf den weg zu unserer wohnung, wo sie die ersten zwei nächte verbringen sollten/durften. in den folgenden zwei tagen haben wir viel unternommen und erlebt, bevor die beiden dann schließlich zu ihrem trip aufbrachen – mit dem camper durch das hinterland von british columbia bis nach alberta und wieder zurück nach vancouver, wo sie dann ihre letzten tage verbrachten, bevor sie gestern wieder nach hause flogen :(

diese tour durch die weiten kanadas war ein einmaliges erlebnis für die beiden und felix und ich konnten durch erzählungen und bilder auch daran teilhaben…

euch will ich die eindrücke, die sie auf ihrer reise durch dieses wunderschöne land erfahren haben, natürlich nicht vorenthalten und kann euch nur allen sagen: es lohnt sich so sehr hierher zu kommen ;)

also: vorhang auf für die kleine auswahl an fotos vom 10-tägigen trip meiner family durch bc und alberta

trip through the „city of glass“

13 Aug

oder wie felix sich auf den weg machte und vancouver mal aus anderer perspektive erkundete…

nachfolgender text ist diesmal auf englisch, aber keine sorge: das wird nicht zum dauerzustand… es ist nur so, dass unsere freunde hier vor ort auch gerne mal ein bisschen verstehen wollen, was ich da so mache und schreibe über „ihre“ stadt ;) in zukunft versuche ich es aber beidsprachig zu halten, was jedoch zur folge haben wird, dass die berichte wohl etwas an länge verlieren werden :) – here we go:

vancouver – a young city nestled at the very western corner of the nation, close to the states.

vancouver is not of old world sensibilities. with the exception of gastown, you can’t hardly find the dead-ending avenues and cobbles of london, nor the broad, sweeping boulevards and roundabouts of paris. in vancouver, we find instead mere traces and fragments of these worlds nestled into tidy new world grids.

vancouver was once described as a lumberjack in a suit — a wilderness town shoehorned into a yoga-chic west coast mentality. in kind, the city sometimes seems unburdened by architectural and aesthetic backstories. on the contrary, vancouver looks oddly ahistorical: here and there, echoes of art deco, neoclassical, or colonial can be found, but for the most part, the notion of vancouver as a “city of glass” is tough to refute.

in the great cities of europe, it’s easy to lose yourself in a maze of frescoes, statues, and flourishes. vancouver denies this kind of architectural indulgence, and in some measure, denies itself. you can’t really see the buildings themselves, but their distorted reflections. swaddled in glass, polished and scrubbed by the rain, sometimes it seems like you can look right through vancouver.

news from vancouver

9 Aug

lang, lang ist es her, dass ich einen artikel veröffentlicht habe, das hat natürlich auch seinen grund…

felix und ich haben am letzten wochende besuch aus der heimat bekommen (papa und peter sind hier in kanada) und wir waren natürlich viel unterwegs, um ihnen viele tolle orte und dinge zu zeigen… als sie dann am montag aufbrachen, um durch british columbia zu touren, haben felix und ich unsere zwei freien tage genutzt und sind nach vancouver island aufgebrochen…
dort waren wir campen und haben an einer exkursion über orcas (und einem kleinen besuch in johnstone strait – dem wohnort der killerwale) teilgenommen… das war sooo einmalig, so schön, da fehlen einem echt die worte :)

jetzt ist die arbeitswoche aber auch wieder in vollem gange und ich werde wahrscheinlich erst in den nächsten tage wieder ausführlicher berichten…
da dürft ihr euch dann freuen auf die berichte: city of glass, buntzen lake und vancouver island – gestatten: telegraph cove

secret parties and…

3 Aug

… the search for the secret tree!

langsam integrieren wir uns hier mehr und mehr und waren nun schon zu mehreren brunchen, meet ups und sogar vorletzte woche zu einer secret party eingeladen… man kann sagen, dass wir hier freunde finden :)
nachdem wir bei einem befreundeten pärchen schon während der EM zum brunchen waren, luden diese uns nun zu einer secret party ein.

falls ihr euch fragt, was denn eine secret party ist, kann ich euch beruhigen: bevor ich hierher kam, wusste ich auch nicht, was an parties denn secret sein muss. das ist aber ganz einfach: zuerst einmal wird nur einer handvoll (na gut es waren dann so 20-25 da ;-)) leute bescheid gegeben und NICHT über facebook verbreitet… nicht weil facebook scheiße ist, oder so – das auch by the way :) – nein: weil es dann zuviele menschen mitbekommen würden und es dann eben nicht mehr secret wäre.

warum muss es denn secret sein?

ganz einfach. secret parties finden im freien statt und da man in vancouver und umgebung ja keinen alkohol im freien – oder unter freiem himmel – trinken darf, müssen geheime orte gefunden werden, die so abgelegen aber auch schön sind, dass man dort ungestört feiern kann und will.

zu so einem platz sind wir dann also auch letzte woche aufgebrochen und erreichten schließlich hinter einigen alten industriehallen, direkt am fraser river gelegen, diesen ort. dort waren schon einige menschen, die grillten, aßen, tranken oder auch tanzten (jaaaa, es war auch ein dj dabei, der für stimmung und gute musik sorgte) – der war sogar mit boxen angereist, die so laut aufgedreht werden konnten, dass die kinder unseres befreundeten pärchens nicht mehr schlafen konnten und mittanzten ;)

auch eine besonderheit: hier werden kinder einfach mitgebracht und sind teil der „erwachsenen“ welt. die kleinen durften lange aufbleiben (war ja wochenende) und schliefen irgendwann in ihrem fahrradanhänger ein – so cute…

auf dieser secret party haben wir dann auch einen teil der band city of glass kennengelernt, die letztes jahr auch durch berlin tourten (video dieses aufenthalts – echt sehens- und vor allem hörenswert: sticks and stones) und einer von ihnen zeigte uns auf der heimfahrt auch noch einen secret tree…

was das jetzt aber genau ist, bleibt ungesagt und ungeschrieben, nur soviel: er steht irgendwo mitten in vancouver, man kann auf ihn klettern ohne das es leuten auffällt, die den baum nicht kennen und man hat auf ihm einen großartigen blick über vancouver…

selbstverständlich ist er secret, da man auch dort oben alkohol trinken kann und es unbemerkt bleibt :)

also wenn ihr mal hier in vancouver seid: viel spaß und viel glück bei der suche :)