Archiv | Februar, 2013

snowshoeing…

28 Feb

letztes wochenende war es endlich soweit und wir sind von einem befreundeten pärchen und ihren hunden in der früh abgeholt worden, um zum mount seymour zum snowshoeing zu fahren.
bis dahin hatten wir davon lediglich gehört oder mal ein paar snowshoer gesehen, aber selbst ausprobiert hatten wir das noch nicht – wir wurden um eine erfahrung reicher!

schon der weg auf den mount seymour versprach viel. das wetter war gut bis toll, der schnee wurde zunehmends mehr, je näher man dem startpunkt unserer tour kam, und die hunde, wie auch wir, immer aufgeregter, dass es endlich losgeht.

wir schnallten uns also unsere snowshoes an (was für ein komisches gefühl!) und schon ging es los!

die ersten schritte waren etwas – nein, sehr – gewöhnungsbedürftig. für die anderen muss ich ausgesehen haben wie ein storch, der da durch den schnee stolziert. da die dinger einfach so lang sind, hab ich meine beine immer bis zum anschlag hochgezogen, hab dann aber feststellen müssen, dass das erstens gar nicht notwendig ist und ich das zweitens auch höchstens 20 schritte aushalten könnte.

unser tagesziel war kein geringeres als das erreichen des gipfels, der circa 600 höhenmeter entfernt auf uns wartete. am vortag hatte es auch nochmal kräftig geschneit, so dass wir uns auf einen schönen, baer auch anstrengenden hike freuen konnten.

anstrengend wurde es gleich zu anfangs. nach den ersten 20 metern, die es gleich mal leicht bergauf ging, schnaufte ich schon so, wie eine kuh, wenn man diese auf der autobahn mitschleifen würde. leider war es nicht nur meine erbärmliche kondition, die mir zu schaffen machte, es waren auch vielmehr meine schuhe (ich musste in gummistiefeln laufen, da ich keine anderen wasserfesten schuhe besitze!).

nachdem ich jedoch schneeschuhe mit leah getauscht hatte, ging es ein bisschen besser und mein ehrgeiz packte mich:

diese paar höhenmeter – das schaff ich ja mit links und auf einem bein, wenn ich will, und sowieso! und schließlich sollten unsere kanadischen freunde ja bitte nicht denken, dass das deutsche pflänzchen nicht dazu taugt kanadische berge zu bezwingen (oder vielmehr hügel – für deren verhältnisse ;))

also biss ich auf die zähne und es hat sich gelohnt!

je höher wir kamen desto toller wurden wetter und sicht und desto weniger menschen trafen wir. als die sonne rauskam wärmte diese auch schön und man wurde mit überragenden ausblicken belohnt. allerdings musste man auch immer gut aufpassen und auf den wegen bleiben, da a) an manchen stellen steile abgründe warteten und b) die lawinengefahr einen der höchsten risikobereiche ereicht hatte.

auf der hälfte des weges suchten wir uns einen etwas windgeschützteren platz, um unsere mitgebrachten suppen auf einem campingkocher zu wärmen. hier kam ich dann auf die glorreiche idee meine drückenden snowshoes doch einfach einmal kurz auszuziehen – was soll ich sagen: ich kann davon abraten – keine gute idee!

meine füße in den gummistiefeln wurden innerhalb von sekunden zu eisklumpen und zudem sackte ich im schnee ein, sobald ich mich bewegte. wahnsinn, was so ein snowshoe doch für einen unterschied macht!

nach schweißtreibenden stunden des aufstiegs erreichten wir schließlich den gipfel (nachdem mir schon an jedem der 10 hüppel davor gesagt wurde: „we’re almost there. so close… come on, just one peak left!“)

und was soll ich sagen: um uns herum sah man nichts: nur weiß, weiß und nochmal weiß! nebel, nebel, nebel! also warteten wir eine weile, bis dieser sich langsam verzog und man konnte schließlich durch einzelne fetzen ein bisschen meer als auch landschaft erkennen! atemberaubend!

der weg zurück nach unten war vor allem für felix noch mehr spaß! denn das hieß, dass felix bei jeder gelegenheit anfing hinunterzurutschen. leider hatten wir keine plastiktüten, so wie manch andere snwoshoer, dabei, aber teilweise war es doch so steil, dass das auch gar nicht notwendig war ;)

allen voran felix, rutschen, sprangen und rannten wir, so schnell wie es unsere snowshoes nur zuließen.

auch die sicht wurde auf dem rückweg besser und wir konnten vancouver und das meer sehen und waren noch einmal geflasht!

wir wissen jetzt jedenfalls: snowshoeing war das beste, das wir bisher erlebt haben – wenn man das überhaupt so sagen kann – aber den ganzen tag in der natur herumzuspringen und an so schönen orten und stellen zu verweilen, macht einen einfach nur glücklich :) und man vergisst ziemlich schnell all die strapazen, die man auf sich nehmen musste!

am nächsten morgen fällt es einem dann aber wieder ein, wenn man aufstehen will, die beine aber nicht wirklich mitspielen ;)

wir heiraten…

22 Feb

… und heiraten und heiraten und heiraten!

nein! nicht wirklich wir! aber ginge es nach den kanadiern wären wir wahrscheinlich schon fünfmal verheiratet.
hier dreht sich nämlich echt viel um dieses thema und wenn man nicht gerade die bride-to-be ist, oder ne maid of honour oder eine der tausend bridesmaids, dann darf man wenigstens dabei sein, wenn sich im tv vier paare bei four weddings canada um zwei wochen flitterwochen auf den seychellen battlen (is so wie das perfekte dinner – nur mit hochzeiten), matching dresses für all die vielen bridesmaids gesucht werden oder aber sogar – und es gibt eine eigene show dafür – die mutter der braut das passende kleid für die hochzeit der tochter sucht!!!
echt ziemlich abgefahren! das ganze läuft dann von morgens bis spät nachts und wenn man noch nicht verheiratet ist, kann einen das echt umwerfen ;)

ich persönlich liebe ja four weddings canada:
es gibt doch nichts schhöneres wie dabei zuzusehen wie bräute das brautkleid der anderen abwerten, das üppige essen der einen hochzeit mit dem mageren und kalten büffet der anderen vergleichen, die locations für geeignet oder ungeeignet befinden (die eine hat mal in einem zoo geheiratet und hat dort vögel freigelassen, von denen ihr einer auf das kleid ge… hat ;)) und schließlich mit den punkten für die overall-experience ihre punkte an die konkurrentin abrunden…herrlich!!!

passend zum valentine’s day fanden sich dann auch in jeder buchhandlung natürlich passende bücher wieder, die einem hochzeitsplanungen erleichtern sollen…

books

oh man… bei all dem hochzeitsgetue fragt man sich dann irgendwann nicht mehr:
wann wird er mich denn endlich fragen?„,
sondern eher: „hoffentlich fragt er nicht ganz so bald ;)“ – schließlich muss man noch viiiiele folgen four weddings canada sehen, um viele eindrücke, ideen und tips aufzusaugen ;) und um seine persönliche favorite overall-experience zu sehen…

aber nein… – die schönste overall-experience hat wahrscheinlich ein jeder auf der eigenen hochzeit – IRGENDWANN einmal ;)

FINALLY @ cypress mountain

17 Feb

jaaa, ich weiß, dass ich in diesem monat bisher ein wenig schreibfaul war, aber das ändert sich auch jetzt wieder…
um es gleich vorweg zu nehmen: in den letzten wochen sind wir in unseren weiteren planungen und überlegungen einen großen schritt weitergekommen und genießen jetzt hier in vancouver unsere letzten zweieinhalb monate, bevor wir uns dann auf unseren großen trip machen, der uns einerseits entlang der westküste bis nach los angeles führen soll und andererseits durch beautiful british columbia bis nach alberta… dazu brauchen wir aber jetzt erst mal ein auto bzw. einen van, der uns an all die schönen und entlegenen plätze bringt :)

so cross your fingers for us, guys ;)

da wir jetzt jedoch nicht mehr sooo viel zeit hier im schönen vancouver haben, sind wir schwerstens damit beschäftigt unsere wochenenden mit touren, trips und ausflügen zu füllen, die wir noch nicht gemacht haben, aber unbedngt noch erleben wollen!

daher waren wir auch das letzte wochenende ENDLICH mal skifahren! wir haben uns dafür entschieden zum cypress mountain zu fahren und die kanadischen berge unsicher zu machen ;)

DSC08053 Kopie

da zum cypress mountain (im gegensatz zum grouse mountain) keine öffentlichen verkehrsmittel fahren, mussten wir uns round tickets für den bus eines privaten busunternehmens kaufen. der bus gabelte uns hier in westend auf, um uns dann hoch hinauf in die berge zu fahren. wir waren richtig aufgeregt und gespannt, hatten wir doch die schneebedeckten berge aus der bisher schneefreien stadt (okay, es gab 2 ausnahmetage) immer nur von unten gesehen. außerdem fühlte es sich pretty weird an, dass wir (zumindest ich) so ganz ohne ausrüstung in den bus einstiegen – felix hatte zumindest sein board…

der bus kurvte dann schießlich eine knappe halbe stunde den berg hinauf und es gab von kurve zu kurve mehr und mehr schnee. als wir oben ankamen, mussten wir uns aber erstmal um ausrüstung kümmern und dazu alle möglichen unterlagen ausfüllen. von der warteschlange, über den counter, wo wir dann alles bezahlten, reihten wir uns schließlich in die schlangen für die schuhe ein. als diese passten, ging es weiter zu ski, stöcken, helme, bevor wir nach außen geschleust wurden, endlich anschnallen konnten und zum ersten lift rutschten.

leider war es neblig, neblig, neblig und von der tollen aussicht konnten wir erstmal nichts erhaschen. allerdings entschädigte der schnee und die hervorragende pistenbeschaffenheit. es waren einfache super bedingungen und es hat mir ganz ehrlich noch nie so sehr spaß gemacht ski zu fahren wie hier.

skifahren in kanada ist so, wie wir es bisher auch von jedem anderen trip in die natur erlebt haben: MENSCHENLEER!

wir waren an einem samstag skifahren und wir waren bei den meisten unserer abfahrten alleine auf der piste! hin und wieder begegnete man schon mal menschen und auch die zahlreichen skier, boards und stöcke vor der hütte, ließen darauf schließen, dass man es eben doch nicht war – aber es hat sich einfach so krass verlaufen, dass es echt ein traum war die pisten zu fahren. nie musste man irgendwo lang warten, immer hatte man freie fahrt und ich – als nicht ganz so sicherer skifahrer – musste auch nie angstvoll aufhorchen, mich immer wieder umdrehen, um sicher zu gehen, dass mich keiner von hinten über den haufen fährt ;)

und bevor ich es vergesse: die landschaft war atemberaubend schön. die vielen bäume waren so dermaßen verschneit, dass man meinen konnte, man wäre auf einem anderen planeten. als sich dann auch gegen nachmittag erste risse in der wolkendecke zeigten und man blicke aufs meer erhaschen konnte, machte dies das viele geld, dass wir für unseren tag in den bergen bezahlt hatten, mehr als wett :)

bevor wir schließlich wieder zu unserem bus zurückkehrten wollte felix UNBEDINGT noch die „doppel-schwarze“ piste mit dem namen TOP GUN fahren. ich entschied mich lieber auf meiner bekannten, gewohnten und einsamen piste den weg hinunter zu nehmen und felix am lift wieder zu treffen…
ich bin doch nicht bescheuert und fahr bei nicht wirklich guter sicht ne DOPPEL-schwarze piste runter, die ich
a) kaum sehe,
b) nicht kenne und
c) die den namen top gun trägt!
also machte ich mich alleine (und da war außer mir wirklich keiner! „schon ein wenig gruselig“) auf den weg nach unten.

als ich fast unten ankam, sah ich jedoch am rechten pistenrand zwischen bäumen felix aus dem wald kommen. als ich den weg zu ihm einschlug saß er jedoch schon im schnee und bevor ich ihm erzählen konnte, wie gruselig doch die piste ist, wenn man alleine unterwegs ist, sprudelte es schon aus ihm heraus: „oh man! ich bin soooo froh, dass ich das überlebt habe! das kannst du dir echt nicht vorstellen!“ ;)

es stellte sich heraus, dass diese piste zuerst mit extremen buckeln anfing, die man aber wegen des nebels nicht wirklich erkennen konnte. dann kamen auf der piste, die allem anschein nach nicht präpariert war, einzelne bäume und baumstümpfe hinzu. als ob das nicht schon genug wäre, verengte sich die piste, wurde enorm steil, die bäume standen enger (mittlerweile fuhr felix durch den wald) und der nebel wurde dichter. als er dann schon nicht mehr wirklich wusste, wo er jetzt genau war, bzw. ob und wann er wieder aus dem wald rauskommen würde traf er auf ne gruppe von vier asiaten, die auch total confused waren und ihn fragten, ob sie hier noch richtig sind. das trug nicht wirklich dazu bei, dass sich felix besser fühlte.

naja, das ende seiner double black diamond – so hieß sie offiziell – abfahrt: er HAT überlebt. das nächste mal wäre es doch schon sinnvoller vorher rauszufinden was man da jetzt für eine abfahrt fährt, bzw. es wäre ein große hilfe, wenn dort irgendwo schilder angebracht wären oder karten, die einen auf so eine art von piste hinweisen…
(im nachhinein haben wir rausgefunden, dass diese piste auch unter „tree-run“ läuft, was die vielen bäume erklärt ;))

als wir ein paar abfahrten später erneut zu der stelle kamen, an dem die top gun abzweigt, und wir eine familie mit zwei kleinen kindern im alter von 5-10 auf deutsch überlegen hörten, ob sie die abfahrt wagen sollen, waren diese dann sehr dankbar, als felix ihnen davon abriet dort mit ihren kleinen kindern hineinzufahren…

oft werden wir wohl nicht mehr skifahren gehen können – einfach auch geldes wegen – aber wir können mit sicherheit sagen: sobald das wetter an einem wochenende wolkenfrei sein wird, wird es uns noch einmal hinaufziehen, um die schönheit und die magie dieses berges genießen zu können – vor allem aber der aussicht wegen – es muss einfach atemberaubend sein, umringt von schnee, das meer und die stadt vancouver unten liegen zu sehen.

superschön soll das auf der „panorama view“ abfahrt sein, wo sogar drei bis vier personen (die mitten, wirklich mitten, auf der piste stehen) speed kontrollen vornehmen und dir, solltest du zu schnell unterwegs sein und die leute mit ihren fotoapparaten und ihren offen stehenden, staunenden mündern bei ihrem ausblick gefährden, ein pisten- ja sogar liftverbot aussprechen können und du dann deinen day pass abgeben musst! einfach nur krass :)

krass! jaa, das war es: unser ski- und snowboardfahren auf kanadisch :)

groundhog day…

5 Feb

… oder wie wir auch sagen: und täglich grüßt das murmeltier :)

ACHTUNG, ACHTUNG! LEIDER NACHTRÄGLICH ERSCHIENENER ARTIKEL! :)

omg

OMG!

am anfang dachte ich das wäre ein scherz, als ich die antwort auf die frage hörte, was eigentlich der viel besagte groundhog day sei.

natürlich hab ich das wort „groundhog“ vorher nicht nachgeschlagen, sonst wäre ich wohl selbst draufgekommen… aber ich dachte eigentlich auch immer, dass das nur eine filmerfindung ist – aber was soll ich sagen: wir sind hier in amerika – okay: NORDamerika und die machen das hier wirklich! ohne witz!

an unterschiedlichen orten in kanada und den states werden hier doch tatsächlich am 2.2 die murmeltiere aus dem winterschlaf geholt und wenn die tierchen ihren schatten sehen, dann wird der winter noch weitere sechs wochen andauern und sie kriechen in ihren bau zurück… sehen sie jedoch keinen schatten (bewölktes wetter am groundhog day) bleiben sie draußen, da das wetter gemäßigt bleibt.

in pennsylvania hat der groundhog day seinen ursprung und es findet sich in einem tagebucheintrag eines ladenbesitzers der älteste beleg für dieses fest:

„last tuesday, the 2nd, was candlemas day, the day on which, according to the germans, the groundhog peeps out of his winter quarters and if he sees his shadow he pops back for another six weeks nap, but if the day be cloudy he remains out, as the weather is to be moderate.“

und es findet sich auch irgendwie deutscher ursprung wieder ;)
ich bin jedenfalls gespannt – dieser tag ist schließlich in meinem kalender vermerkt, genauso wie super bowl sunday oder auch remembrance day, christmas day oder new years eve :) mal sehn was da so abgeht – außer den etlichen live-übertragungen aus den verschiedensten städten!

naja, da können wir nur hoffen, dass dieser tag für uns nicht so endet, bzw. anfängt, bzw. endet, bzw. anfängt, wie in dem überaus bekannten film: „und täglich grüßt das murmeltier!“ – obwohl: das hätte auch was, wenn wir unsere zeit hier in vancouver wieder und wieder und wieder erleben könnten…

falls ihr den artikel also nun jeden tag neu veröffentlicht vorfindet, dann wisst ihr ja was passiert ist ;)

bis dahin,

liebste grüße aus einem der großartigsten und zugleich verrücktesten ländern dieser erde :)

PS: DA DER BEITRAG JA IM NACHHINEIN ERSCHIENEN IST, WISSEN WIR SCHON WIE DAS WETTER WIRD:
WAS SOLL MAN SAGEN: IN DEN UNTERSCHIEDLICHSTEN STÄDTEN IST DIE PROGNOSE UNTERSCHIEDLICH AUSGEFALLEN – DER SCHATTEN WURDE MAL GESEHEN, MAL NICHT!
SOMIT WISSEN WIR GENAUSO VIEL WIE ZUVOR: NÄMLICH NICHTS! :) :) :)