FINALLY @ cypress mountain

17 Feb

jaaa, ich weiß, dass ich in diesem monat bisher ein wenig schreibfaul war, aber das ändert sich auch jetzt wieder…
um es gleich vorweg zu nehmen: in den letzten wochen sind wir in unseren weiteren planungen und überlegungen einen großen schritt weitergekommen und genießen jetzt hier in vancouver unsere letzten zweieinhalb monate, bevor wir uns dann auf unseren großen trip machen, der uns einerseits entlang der westküste bis nach los angeles führen soll und andererseits durch beautiful british columbia bis nach alberta… dazu brauchen wir aber jetzt erst mal ein auto bzw. einen van, der uns an all die schönen und entlegenen plätze bringt :)

so cross your fingers for us, guys ;)

da wir jetzt jedoch nicht mehr sooo viel zeit hier im schönen vancouver haben, sind wir schwerstens damit beschäftigt unsere wochenenden mit touren, trips und ausflügen zu füllen, die wir noch nicht gemacht haben, aber unbedngt noch erleben wollen!

daher waren wir auch das letzte wochenende ENDLICH mal skifahren! wir haben uns dafür entschieden zum cypress mountain zu fahren und die kanadischen berge unsicher zu machen ;)

DSC08053 Kopie

da zum cypress mountain (im gegensatz zum grouse mountain) keine öffentlichen verkehrsmittel fahren, mussten wir uns round tickets für den bus eines privaten busunternehmens kaufen. der bus gabelte uns hier in westend auf, um uns dann hoch hinauf in die berge zu fahren. wir waren richtig aufgeregt und gespannt, hatten wir doch die schneebedeckten berge aus der bisher schneefreien stadt (okay, es gab 2 ausnahmetage) immer nur von unten gesehen. außerdem fühlte es sich pretty weird an, dass wir (zumindest ich) so ganz ohne ausrüstung in den bus einstiegen – felix hatte zumindest sein board…

der bus kurvte dann schießlich eine knappe halbe stunde den berg hinauf und es gab von kurve zu kurve mehr und mehr schnee. als wir oben ankamen, mussten wir uns aber erstmal um ausrüstung kümmern und dazu alle möglichen unterlagen ausfüllen. von der warteschlange, über den counter, wo wir dann alles bezahlten, reihten wir uns schließlich in die schlangen für die schuhe ein. als diese passten, ging es weiter zu ski, stöcken, helme, bevor wir nach außen geschleust wurden, endlich anschnallen konnten und zum ersten lift rutschten.

leider war es neblig, neblig, neblig und von der tollen aussicht konnten wir erstmal nichts erhaschen. allerdings entschädigte der schnee und die hervorragende pistenbeschaffenheit. es waren einfache super bedingungen und es hat mir ganz ehrlich noch nie so sehr spaß gemacht ski zu fahren wie hier.

skifahren in kanada ist so, wie wir es bisher auch von jedem anderen trip in die natur erlebt haben: MENSCHENLEER!

wir waren an einem samstag skifahren und wir waren bei den meisten unserer abfahrten alleine auf der piste! hin und wieder begegnete man schon mal menschen und auch die zahlreichen skier, boards und stöcke vor der hütte, ließen darauf schließen, dass man es eben doch nicht war – aber es hat sich einfach so krass verlaufen, dass es echt ein traum war die pisten zu fahren. nie musste man irgendwo lang warten, immer hatte man freie fahrt und ich – als nicht ganz so sicherer skifahrer – musste auch nie angstvoll aufhorchen, mich immer wieder umdrehen, um sicher zu gehen, dass mich keiner von hinten über den haufen fährt ;)

und bevor ich es vergesse: die landschaft war atemberaubend schön. die vielen bäume waren so dermaßen verschneit, dass man meinen konnte, man wäre auf einem anderen planeten. als sich dann auch gegen nachmittag erste risse in der wolkendecke zeigten und man blicke aufs meer erhaschen konnte, machte dies das viele geld, dass wir für unseren tag in den bergen bezahlt hatten, mehr als wett :)

bevor wir schließlich wieder zu unserem bus zurückkehrten wollte felix UNBEDINGT noch die „doppel-schwarze“ piste mit dem namen TOP GUN fahren. ich entschied mich lieber auf meiner bekannten, gewohnten und einsamen piste den weg hinunter zu nehmen und felix am lift wieder zu treffen…
ich bin doch nicht bescheuert und fahr bei nicht wirklich guter sicht ne DOPPEL-schwarze piste runter, die ich
a) kaum sehe,
b) nicht kenne und
c) die den namen top gun trägt!
also machte ich mich alleine (und da war außer mir wirklich keiner! „schon ein wenig gruselig“) auf den weg nach unten.

als ich fast unten ankam, sah ich jedoch am rechten pistenrand zwischen bäumen felix aus dem wald kommen. als ich den weg zu ihm einschlug saß er jedoch schon im schnee und bevor ich ihm erzählen konnte, wie gruselig doch die piste ist, wenn man alleine unterwegs ist, sprudelte es schon aus ihm heraus: „oh man! ich bin soooo froh, dass ich das überlebt habe! das kannst du dir echt nicht vorstellen!“ ;)

es stellte sich heraus, dass diese piste zuerst mit extremen buckeln anfing, die man aber wegen des nebels nicht wirklich erkennen konnte. dann kamen auf der piste, die allem anschein nach nicht präpariert war, einzelne bäume und baumstümpfe hinzu. als ob das nicht schon genug wäre, verengte sich die piste, wurde enorm steil, die bäume standen enger (mittlerweile fuhr felix durch den wald) und der nebel wurde dichter. als er dann schon nicht mehr wirklich wusste, wo er jetzt genau war, bzw. ob und wann er wieder aus dem wald rauskommen würde traf er auf ne gruppe von vier asiaten, die auch total confused waren und ihn fragten, ob sie hier noch richtig sind. das trug nicht wirklich dazu bei, dass sich felix besser fühlte.

naja, das ende seiner double black diamond – so hieß sie offiziell – abfahrt: er HAT überlebt. das nächste mal wäre es doch schon sinnvoller vorher rauszufinden was man da jetzt für eine abfahrt fährt, bzw. es wäre ein große hilfe, wenn dort irgendwo schilder angebracht wären oder karten, die einen auf so eine art von piste hinweisen…
(im nachhinein haben wir rausgefunden, dass diese piste auch unter „tree-run“ läuft, was die vielen bäume erklärt ;))

als wir ein paar abfahrten später erneut zu der stelle kamen, an dem die top gun abzweigt, und wir eine familie mit zwei kleinen kindern im alter von 5-10 auf deutsch überlegen hörten, ob sie die abfahrt wagen sollen, waren diese dann sehr dankbar, als felix ihnen davon abriet dort mit ihren kleinen kindern hineinzufahren…

oft werden wir wohl nicht mehr skifahren gehen können – einfach auch geldes wegen – aber wir können mit sicherheit sagen: sobald das wetter an einem wochenende wolkenfrei sein wird, wird es uns noch einmal hinaufziehen, um die schönheit und die magie dieses berges genießen zu können – vor allem aber der aussicht wegen – es muss einfach atemberaubend sein, umringt von schnee, das meer und die stadt vancouver unten liegen zu sehen.

superschön soll das auf der „panorama view“ abfahrt sein, wo sogar drei bis vier personen (die mitten, wirklich mitten, auf der piste stehen) speed kontrollen vornehmen und dir, solltest du zu schnell unterwegs sein und die leute mit ihren fotoapparaten und ihren offen stehenden, staunenden mündern bei ihrem ausblick gefährden, ein pisten- ja sogar liftverbot aussprechen können und du dann deinen day pass abgeben musst! einfach nur krass :)

krass! jaa, das war es: unser ski- und snowboardfahren auf kanadisch :)

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