Archiv | architektur RSS feed for this section

trip through the „city of glass“

13 Aug

oder wie felix sich auf den weg machte und vancouver mal aus anderer perspektive erkundete…

nachfolgender text ist diesmal auf englisch, aber keine sorge: das wird nicht zum dauerzustand… es ist nur so, dass unsere freunde hier vor ort auch gerne mal ein bisschen verstehen wollen, was ich da so mache und schreibe über „ihre“ stadt ;) in zukunft versuche ich es aber beidsprachig zu halten, was jedoch zur folge haben wird, dass die berichte wohl etwas an länge verlieren werden :) – here we go:

vancouver – a young city nestled at the very western corner of the nation, close to the states.

vancouver is not of old world sensibilities. with the exception of gastown, you can’t hardly find the dead-ending avenues and cobbles of london, nor the broad, sweeping boulevards and roundabouts of paris. in vancouver, we find instead mere traces and fragments of these worlds nestled into tidy new world grids.

vancouver was once described as a lumberjack in a suit — a wilderness town shoehorned into a yoga-chic west coast mentality. in kind, the city sometimes seems unburdened by architectural and aesthetic backstories. on the contrary, vancouver looks oddly ahistorical: here and there, echoes of art deco, neoclassical, or colonial can be found, but for the most part, the notion of vancouver as a “city of glass” is tough to refute.

in the great cities of europe, it’s easy to lose yourself in a maze of frescoes, statues, and flourishes. vancouver denies this kind of architectural indulgence, and in some measure, denies itself. you can’t really see the buildings themselves, but their distorted reflections. swaddled in glass, polished and scrubbed by the rain, sometimes it seems like you can look right through vancouver.

what about the washrooms?

4 Jun

sicher werden einige von euch jetzt denken: „die susa spinnt doch. jetzt ist sie in vancouver – the city of glass, by the way – und worüber schreibt sie? über (mehr oder weniger öffentliche!!) toiletten, klo’s, wc’s… ja – dazu muss aber einfach auch mal was gesagt und geschrieben werden! und gerade weil diese eben nicht – nicht mal ansatzweise – mit den deutschen toiletten, klohäuschen oder restaurant-wc’s zu vergleichen sind.

first of all – der name selbst: sie heißen ja schon ganz anders… hier wird nicht nach toiletten, klo’s oder wc’s gefragt. nein – die menschen hier fragen nach und gehen in den washroom!!! und man muss sagen, so sieht es hier eben auch aus.

die erste begegnung mit einem canadian washroom musste ich unfreiwilligerweise bereits auf dem flughafen machen. keine ahnung was mich da jetzt erwartet, übermüdet und mit einem gewissen, angeborenem und deutschtypischem ekel betrat ich also den washroom und fragte mich zuerst einmal in welchem konferenzsaal ich jetzt da ausversehen gelandet war… war meine übermüdung schon so groß, das ich nicht dem washroom schild, sondern dem conference room schild gefolgt war? also wenn das keine konferenz für oder über irgendeine frauenquote im bundestag sein sollte, so war es doch überraschend, das nur frauen anwesend waren… mutig ging ich also weiter und bald sah ich dann auch schon eine riesige menge an waschbecken und spiegeln… also doch richtig! die toiletten selbst waren a) sauber und b) geräumig (da hätte ich spontan auch ein zelt aufschlagen können). auf dem weg zurück stellte ich dann fest, dass dieser riesige raum einfach eine art vorraum war, in denen sich die frauen unterhielten, kinderwägen abgestellt wurden oder zu der musik, die über die lautsprecher vor sich hinplätscherte, getanzt werden konnte… rein theoretisch natürlich ;-)

der ersten vermutung, das diese washrooms am flughafen einfach eine ausnahme darstellten, um die leute in kanada zu begrüßen und ihnen ein gutes gefühl zu geben, wich dann die feststellung, dass es wirklich überall – und ich meine auch überall – solche washrooms gibt…

im ernst… das die washrooms hier alle pieksauber sind, brauch ich jetzt nicht mehr zu erwähnen – sie sind aber auch an allen möglichen plätzen zu finden. das beste daran: hier stehen und sitzen auch nirgends klofrauen/-männer herum und machen euch ein schlechtes gewissen, wenn ihr gerade mal kein kleingeld einstecken habt. selbst auf ausflügen in die natur stehen alle 500m (so kommt es einem gefühlt echt vor!) richtige kleine holzhäuser in denen sich toiletten befinden…

ja, darin befinden sich toiletten…

also kommt man als frau nur mal so auf den gedanken, dass man in einer viertel bis halben stunde theoretisch mal pinkeln müsste, kann man getrost an der nächsten toilette vorbeigehen – weil dahinter sicher bald die nächste auftaucht… ein paradies ;-)

ok… ich merke schon, dass ich euch mit diesem thema nicht hinter dem ofen hervorholen kann – aber halt: das schmankerl habe ich mir natürlich bis zum schluss aufgehoben ;-)

als wir uns neulich mit freunden im steamworks (einem brew pub) zum mittagessen getroffen haben und heidi (ein nettes mädel aus münchen) von den washrooms zurückkam, schwärmte sie: „oh mein gott… das waren echt die coolsten toiletten, die ich bisher in meinem leben gesehen habe! die musst du dir anschauen…“ dachte ich erst: jaaa, ich hab auch schon viele tolle toiletten gesehn… aber weil mädchen ja notorisch neugierig sind, hab ich mich dann doch mal aufgemacht, um diese anzuschauen – zum glück, sag ich euch.

schon als ich auf dem weg war konnte ich ein wenig den washroom erahnen und als ich ihn betrat war ich platt… und die größte frage, die ich dann an mich selbst hatte: wo waren all meine mädels, meine freundinnen aus nürnberg, coburg, berlin und münchen, die dieses jaaaaa – ERLEBNIS – mit mir teilen konnten??? ich kam aus dem staunen gar nicht mehr heraus – ich kanns auch ehrlich gesagt nicht beschreiben – seht einfach selbst…

zur orientierung: man betritt den washroom durch keine tür, eine baulich vorgesetzte trennwand schützt den washroom vor neugierigen blicken. dann befindet man sich an waschplätzen – sehr exklusiven waschplätzen – an denen man nichts berühren muss, alles funktioniert elektronisch… der weg geht dann weiter durch eine art lounge, in der große, gemütliche, weiche hocker an wundervollen schminkplätzen einladen zum plaudern, sich hübschmachen oder einfach zum ausprobieren der ganzen schmink-, wasch- oder frischeutensilien, die dort kostenlos zur verfügung gestellt werden. dann kommt man in einen gang, der rechts und links mit toiletten – man muss schon sagen „gesegnet“ ist… links befinden sich einfache, natürlich tolle und riesige toiletten… aber rechts kommt der hammer!!!!!!!!! das hab ich echt noch nie gesehen… na, seid ihr schon gespannt??? alle besten freundinnen, die sich schon immer gewünscht haben, dass sie zu zweit in eine umkliede bei h&m dürfen, ohne das sie ermahnt werden, werden jetzt jubeln:
wenn man sich gemeinsam mit seiner besten freundin auf den weg zu den washrooms macht, muss man sich hier nicht einmal mehr an der klotür trennen… das erste freundinnen wc der welt (zumindest das ich kenne!) macht es möglich!!! einfach nur der wahnsinn ;-) da war bestimmt ne innenarchitektIN am werk ;-)

als heidi und ich uns dann wieder vom washroom trennen konnten, der außerdem noch über einen fernseher und angenehmen duft verfügt, und an unseren tisch zurückkehrten, war für uns klar: nicht das leckere essen, das gute bier oder das coole ambiente, direkt an braukesseln zu sitzen, würde uns in erinnerung bleiben – NEIN… es war der mädchen washroom ;-)

wenn ihr auch einen washroom kennt oder findet, der den namen washroom auch wirklich verdient, so schickt mir doch bitte bilder zu, die ich dann in meinen persönlichen washroom guide aufnehmen kann ;-)

bis zum nächsten mal,
eure susa

PS: der felix hat schon ein bild eines washrooms für meinen guide zur verfügung gestellt – es zeigt: auch männer haben viel platz ;-)

männerträume ;-)

PPS: ok, es geht auch anders ;-)

ohne worte…