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capilano salmon hatchery

13 Nov

oder wie ein bodyboarder den „falschen weg“ einschlug :)

am letzten wochenende besuchten wir die capilano salmon hatchery – eine lachsaufzuchtsanlage…

damit ihr erstmal einen kleinen überblick bekommt, ist es nicht schlecht das folgende zu wissen:

lachse laichen im süßwasser, gewöhnlich in bachläufen. pazifiklachse verbringen ihr erwachsenenleben im meer und kehren nur zum ablaichen in den bachlauf zurück, indem sie geboren wurden. pazifiklachse sterben nach dem laichen.

kanadas lachsarten umfassen den chinook, coho, sockeye, chum und pink salmon. der chinook (auch königslachs genannt) ist der größte, während der pink salmon die kleinste lachsart in den gewässern von british columbia darstellt.

einmal im jahr – um die zeit von september bis dezember – zieht es die erwachsenen lachse zum laichen in die flüsse hinauf. dann suchen millionen von fische ihre ehemalige geburtsstätte auf, um durch das laichen für nachwuchs zu sorgen. diese wanderung stellt ein unbeschreibliches naturspektakel dar, das seinesgleichen sucht.

man kann nicht etwa nur den lachsen, mit einer länge von bis zu 1,5 m, beim Laichen zusehen, sondern manchmal kann man zudem wild beobachten, das durch das laichen der lachse angezogen wird. schwarzbären und grizzlybären genießen dieses festessen, das im übrigen notwendig ist, um ihnen das notwendige gewicht für den winterschlaf zu geben. leider ist uns dieser teil verwehrt geblieben und somit warten wir immernoch darauf, endlich einmal einen bär zu sehen…

wir waren also nach einem kleinen marsch an der hatchery angelangt – die übrigens kostenfrei besucht werden kann – und konnten dort viel interessantes über die lachswanderung lernen. am beeindruckendsten war jedoch zu sehen, wie die lachse durch eine schleuse hindurch über die lachsleitern gegen eine ziemlich mächtige strömung mit all ihrer kraft nach oben sprangen…

beobachten konnten wir das alles, da die lachsleitern einseitig verglast waren und somit dem besucher einsicht in die letzten minuten und stunden der lachse gewährt wurde…

zudem sahen wir dutzende lachskadaver an den ufern liegen, die nur darauf warteten von möwen, adlern und sonstigem getier verspeist zu werden.

in all den tumult mischte sich dann noch ein verrückter typ, der doch tatsächlich gegen die lachse – also mit dem strom – ins wasser hechtete und sich den, durch heftige regenfälle angeschwollenen, reißenden fluss hinunterstürtze…

sind schon alle ziemlich verrückt und abgehärtet ;)

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