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snowshoeing…

28 Feb

letztes wochenende war es endlich soweit und wir sind von einem befreundeten pärchen und ihren hunden in der früh abgeholt worden, um zum mount seymour zum snowshoeing zu fahren.
bis dahin hatten wir davon lediglich gehört oder mal ein paar snowshoer gesehen, aber selbst ausprobiert hatten wir das noch nicht – wir wurden um eine erfahrung reicher!

schon der weg auf den mount seymour versprach viel. das wetter war gut bis toll, der schnee wurde zunehmends mehr, je näher man dem startpunkt unserer tour kam, und die hunde, wie auch wir, immer aufgeregter, dass es endlich losgeht.

wir schnallten uns also unsere snowshoes an (was für ein komisches gefühl!) und schon ging es los!

die ersten schritte waren etwas – nein, sehr – gewöhnungsbedürftig. für die anderen muss ich ausgesehen haben wie ein storch, der da durch den schnee stolziert. da die dinger einfach so lang sind, hab ich meine beine immer bis zum anschlag hochgezogen, hab dann aber feststellen müssen, dass das erstens gar nicht notwendig ist und ich das zweitens auch höchstens 20 schritte aushalten könnte.

unser tagesziel war kein geringeres als das erreichen des gipfels, der circa 600 höhenmeter entfernt auf uns wartete. am vortag hatte es auch nochmal kräftig geschneit, so dass wir uns auf einen schönen, baer auch anstrengenden hike freuen konnten.

anstrengend wurde es gleich zu anfangs. nach den ersten 20 metern, die es gleich mal leicht bergauf ging, schnaufte ich schon so, wie eine kuh, wenn man diese auf der autobahn mitschleifen würde. leider war es nicht nur meine erbärmliche kondition, die mir zu schaffen machte, es waren auch vielmehr meine schuhe (ich musste in gummistiefeln laufen, da ich keine anderen wasserfesten schuhe besitze!).

nachdem ich jedoch schneeschuhe mit leah getauscht hatte, ging es ein bisschen besser und mein ehrgeiz packte mich:

diese paar höhenmeter – das schaff ich ja mit links und auf einem bein, wenn ich will, und sowieso! und schließlich sollten unsere kanadischen freunde ja bitte nicht denken, dass das deutsche pflänzchen nicht dazu taugt kanadische berge zu bezwingen (oder vielmehr hügel – für deren verhältnisse ;))

also biss ich auf die zähne und es hat sich gelohnt!

je höher wir kamen desto toller wurden wetter und sicht und desto weniger menschen trafen wir. als die sonne rauskam wärmte diese auch schön und man wurde mit überragenden ausblicken belohnt. allerdings musste man auch immer gut aufpassen und auf den wegen bleiben, da a) an manchen stellen steile abgründe warteten und b) die lawinengefahr einen der höchsten risikobereiche ereicht hatte.

auf der hälfte des weges suchten wir uns einen etwas windgeschützteren platz, um unsere mitgebrachten suppen auf einem campingkocher zu wärmen. hier kam ich dann auf die glorreiche idee meine drückenden snowshoes doch einfach einmal kurz auszuziehen – was soll ich sagen: ich kann davon abraten – keine gute idee!

meine füße in den gummistiefeln wurden innerhalb von sekunden zu eisklumpen und zudem sackte ich im schnee ein, sobald ich mich bewegte. wahnsinn, was so ein snowshoe doch für einen unterschied macht!

nach schweißtreibenden stunden des aufstiegs erreichten wir schließlich den gipfel (nachdem mir schon an jedem der 10 hüppel davor gesagt wurde: „we’re almost there. so close… come on, just one peak left!“)

und was soll ich sagen: um uns herum sah man nichts: nur weiß, weiß und nochmal weiß! nebel, nebel, nebel! also warteten wir eine weile, bis dieser sich langsam verzog und man konnte schließlich durch einzelne fetzen ein bisschen meer als auch landschaft erkennen! atemberaubend!

der weg zurück nach unten war vor allem für felix noch mehr spaß! denn das hieß, dass felix bei jeder gelegenheit anfing hinunterzurutschen. leider hatten wir keine plastiktüten, so wie manch andere snwoshoer, dabei, aber teilweise war es doch so steil, dass das auch gar nicht notwendig war ;)

allen voran felix, rutschen, sprangen und rannten wir, so schnell wie es unsere snowshoes nur zuließen.

auch die sicht wurde auf dem rückweg besser und wir konnten vancouver und das meer sehen und waren noch einmal geflasht!

wir wissen jetzt jedenfalls: snowshoeing war das beste, das wir bisher erlebt haben – wenn man das überhaupt so sagen kann – aber den ganzen tag in der natur herumzuspringen und an so schönen orten und stellen zu verweilen, macht einen einfach nur glücklich :) und man vergisst ziemlich schnell all die strapazen, die man auf sich nehmen musste!

am nächsten morgen fällt es einem dann aber wieder ein, wenn man aufstehen will, die beine aber nicht wirklich mitspielen ;)

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