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vancouver island – gestatten: telegraph cove

28 Aug

wenn es eine sache, eine erfahrung, ein erlebnis oder ein abenteuer gibt, welches ich hier in kanada niiiiieeeemals missen möchte, dann ist es unser kurztrip nach vancouver island – genauer gesagt nach telegraph cove.

warum wir dorthin wollten? wir wollten wale sehen!

diese sind nur von mitte juni bis anfang oktober gut zu beobachten und da ich jetzt einen neuen job (vollzeit, beitrag folgt…) angefangen habe, blieb uns nur noch der august dafür. also recherchierten wir im internet und wurden schließlich in telegraph cove fündig. wir fanden eine organisation, die sich schon seit 45 jahren um das wohl der wale in der region kümmert und diese in dem gebiet um johnstone straight erforscht und beobachtet.

da dies keine der üblichen „whale watching“ touren war, die hinter den walen herfahren oder sie verfolgen, entschieden wir uns dafür, den weiten weg auf uns zu nehmen und starteten an einem dienstag früh unser abenteuer.

erst fuhren wir mit dem bus nach horeshoe bay, von dort aus nahmen wir die fähre nach vancouver island, genauer gesagt: nach nanaimo, um uns dort dann ein auto zu mieten, um die knapp 400 kilometer nach telegraph cove (im nordwesten der insel) zurücklegen zu können.

nachdem uns unser weg die meiste zeit entlag der küste führte, konnten wir viele tolle eindrücke und bilder mitnehmen und die fahrt verging wie im fluge.

wir erreichten telegraph cove gegen frühen abend und mussten nur noch durch ein kleines waldstück und ein paar schotterstraßen ehe wir den campingplatz erreichten. dort „empfing“ uns gleich der „campground manager“, den wir zuvor erst für einen wildcamper hielten. zerzaust und verzottelt saß er vor seinem feuer, sein hund neben ihm und die pfeife im mund (also der mann – nicht der hund… obwohl… ;)).
wir hatten reserviert – typisch deutsche angewohnheit – und nach längerem suchen in seinem camper fand er dann auch schließlich den wisch, der unsere reservierung, bestätigte. diese war jedoch nicht nötig gewesen, da es dort unendlich viel platz gab – telegraph cove hat nur ca. 20 permanent residents, also einwohner die ständig dort leben.

nach stunden an unserem wirklich fantastischem campingplatz, der neben viel platz auch noch tisch und bänke und eine feuerstelle bereithielt, kuschelten wir uns dann nach einem riiiiesigen lagerfeuer (okay, da hab ich wohl ein bisschen übertrieben und wir konnten froh sein, dass später kein hubschrauber nötig war, um den von mir fast verursachten waldbrand zu löschen ;)) und ein paar bieren in unser zelt und freuten uns auf den nächsten tag und die stunden auf dem wasser…

um 9 in der früh ging es dann auch schon los und ich kann mit worten einfach nicht beschreiben wie schön, lehrreich, informativ, gigantisch, einzigartig, berührend, faszinierend und magisch diese stunden für uns waren, in denen wir auf dem wasser trieben und dem treiben von delphinen, buckelwalen, seelöwen, seerobben und etlichen orcas beiwohnen durften.

dieser ausflug war bis jetzt einer der besten erfahrungen unseres lebens und damit ihr zumindest ein bisschen der atmosphäre miterleben könnt, haben wir auch ein bisschen gefilmt (könnt ihr dann exklusiv bei unserer hallo-wir-sind-wieder-zurück-vielleicht-wären-wir-gerne-geblieben-aber-sind-doch-zurückgekommen-feier bestaunen) – das meiste haben wir jedoch ganz egoistisch einfach nur für uns selbst genossen :)

there he is… impressive, overwhelming and threatening in one

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