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vancouver, victoria, tofino, victoria, vancouver

29 Nov

amazing trip to vancouver island for our 6th anniversary…

kaum zu glauben, aber wir haben es jetzt tatsächlich geschafft die letzten sechs jahre miteinander auszuhalten und teilen uns seit mai nun auch noch ein nur-ein-zimmer appartment in vancouver. leicht nachzuvollziehen, dass man da auch gerne immer mal rausmöchte und die weite und freiheit kanadas erleben will :)

also buchte ich kurz entschlossen auf vancouver island ein kleines stadthotel in victoria, der hauptstatd british columbias, und eine romantische, direkt am strand gelegene lodge mit kamin und balkon in tofino…

obwohl wir nur freitag bis sonntag zeit hatten, sollte es seit langem einer unserer schönsten und aufregendsten trips werden – was nicht nur zuletzt an unserer stürmischen rückfahrt lag ;)

aber von anfang an:

freitag nachmittag setzten wir mit der fähre in eineinhalb stunden über nach vancouver island – genauer gesagt: nach victoria. da das fährterminal etwas außerhalb liegt, kamen wir erst bei einbruch der dunkelheit mit dem bus in der haupstadt an. nach dem einchecken ging es dann sofort auf erkundungstour. wir sahen victoria fast ausschließlich bei nacht – was auch einmal eine sehr außergewöhnliche art war, eine stadt zu erkunden. wir endeten schließlich nach viel sightseeing by night in einem pub mit livemusic…

wankend kamen wir dann schließlich nicht all zu spät ins hotel, da ja am nächsten früh um 6.30 am unser „derby“ gegen die bauern ;) anstand und wir das natürlich live verfolgen wollten… wie ihr ja wisst, hat sich das auch gelohnt und so brachen wir mit einem breiten grinsen im gesicht mit unserem leihauto nach tofino auf…

auf unserem weg dorthin, der schließlich eine strecke von 400 km einfach ausmachte, konnten wir neben tausend jahre alten bäumen und wäldern auch lachswanderungen beobachten, bei der allerdings die meisten der riesigen fische in sehr flachem gewässer eher möwen zum opfer fielen :( kein sehr schöner anblick…

nach viel regen kamen wir in tofino an und pünktlich kam die sonne raus, um uns unsere ersten minuten an der westküste der insel zu versüßen. das erste mal konnten wir so richtig den pazifik erleben – mit meterhohen wellen und allem drum und dran… wahnsinnig schön und wild…

nachdem wir noch mehrere kleine touren am strand entlang machten (unter anderem trafen wir trotz mäßigem bis schlechtem wetter durchaus viele surfer) unternahmen wir auch eine kleine erkundungstour durch das berühmte surferstädtchen tofino. gerade in der nebensaison ist dieser winzige ort leer, ausgestorben, aber sehr idyllisch und man kann nur erahnen, wie es im sommer hier zugehen muss…

mit einbruch der dunkelheit beschlossen wir unser lodge aufzusuchen. und diese lodge war die absolute krönung für uns…
erstmal war sie riesig und zweitens fand man in ihr ungefähr alles was man sich nur vorstellen kann. sogar taschenlampen und quietschgelbe regenjacken warteten auf unsere strandwanderung bei nacht – die wir dann natürlich auch machen mussten :)

darüber wed ich aber nicht soviel erzählen (it freaked the hell out of me!!!), weil es ehrlich gesagt ziemlich gruselig war und ich darauf weiter nicht eingehen möchte/werde… manche (unveröffentlichte!) fotos sprechen für sich ;)

das allerschönste war jedoch das erwachen am nächsten morgen… die wellen peitschten so laut an den strand, dass man davon fast kopfschmerzen bekommen konnte ;) und als wir dann auch noch den kamin anmachten – weil ja schließlich schon vorhanden – fiel es uns nur noch schwerer aufzustehen und auszuchecken…

zuvor machten wir uns aber noch, auf einen kleinen privatweg (nur für gäste des pacific sands beach resort), auf zum pettinger point – einem aussichtspunkt auf einem riesigen felsen, der von drei seiten vom meer umspült wird. wir verbrachten dort den rest unserer zeit und wünschten uns es wäre a) etwas weniger windig und b) wir könnten die zeit anhalten und unser leben lange an diesem fleckchen mitten im pazifik verweilen…

als wir dann gegen 4 pm sonntag wieder in victoria ankamen war das erste, das ich an der tankstelle erfuhr, dass wir uns besser beeilen sollten, um so schnell wie möglich zur fähre zu kommen, da bis 90 km/h starke winde auf dem meer vorausgesagt wurden und es durchaus wahrscheinlich ist, dass die fähre geschlossen wird…

schock!

wir eilten also zum fährterminal – besser man nimmt NIEMALS den bus #72 – und erfuhren dann per twitter ungefähr jede minute über eine neue route, die gecancelt wurde. schließlich fuhr auch die fähre von vancouver nach victoria nicht mehr und ich bekam so langsam ein ungutes gefühl… sonntag abend und wir wollten einfach nur noch heim! nach ewigem hin und her – inzwischen hatte ich auch schon eine notfall übernachtungsmöglichkeit bei den großeltern meiner kinder aus familie 1 gefunden – kam der captain und meinte: let’s do it!

aufatmen in der restlos überfüllten wartehalle! alle stürmten auf das schiff und waren einfach nur glücklich… das änderte sich jedoch schnell, als wir durch die etwas windgeschützteren gulf islands durchwaren… die durchsage vom captain hätte schon warnung genug sein müssen: please stay in your seats. that’ll be an interesting ride. hold on tight to everything and don’t walk around.
aber was dann kam war einfach verrückt. erstmal schaukelte das schiff nur hin und her, dann aber wurde einem richtig übel, als meterhohe wellen gegen die schiffswände krachten und wir so hin- und herschwankten, dass ununterbrochen alarmanlagen der autos unter uns losgingen und ich nicht einmal mehr zu den waschräumen kam, ohne mindestens dreimal mein gleichgewicht zu verlieren…

ich hab sowas echt noch nie erlebt und felix und ich waren so froh, als wir das festlad erreichten, dass es uns auch nichts mehr ausmachte, dass wir dann noch circa 1,5 stunden zu uns nach hause brauchten – die einheimischen konnte man auf der fähre diesmal übrigens ziemlich leicht ausmachen: sie lagen entspannt in ihren sitzen, telefonierten, schauten movies oder lasen entspannt ihre zeitungen und bücher – eine fährfahrt, die so schon mal öfter vorkommt…

wtf… meine nerven…

hungrig, erleichtert, aber überaus glücklich kamen wir gegen 11 pm in umserem appartment an und waren erstmals froh, die weiten kanadas hinter uns gelassen zu haben und zurück in unserer kleinen, aber feinen, wohnung zu sein, die wir uns teilen und die auf dem festland liegt ;)

von der weite und den meeren kanadas habe ich an dem wochende genug gesehen :)

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vancouver island – gestatten: telegraph cove

28 Aug

wenn es eine sache, eine erfahrung, ein erlebnis oder ein abenteuer gibt, welches ich hier in kanada niiiiieeeemals missen möchte, dann ist es unser kurztrip nach vancouver island – genauer gesagt nach telegraph cove.

warum wir dorthin wollten? wir wollten wale sehen!

diese sind nur von mitte juni bis anfang oktober gut zu beobachten und da ich jetzt einen neuen job (vollzeit, beitrag folgt…) angefangen habe, blieb uns nur noch der august dafür. also recherchierten wir im internet und wurden schließlich in telegraph cove fündig. wir fanden eine organisation, die sich schon seit 45 jahren um das wohl der wale in der region kümmert und diese in dem gebiet um johnstone straight erforscht und beobachtet.

da dies keine der üblichen „whale watching“ touren war, die hinter den walen herfahren oder sie verfolgen, entschieden wir uns dafür, den weiten weg auf uns zu nehmen und starteten an einem dienstag früh unser abenteuer.

erst fuhren wir mit dem bus nach horeshoe bay, von dort aus nahmen wir die fähre nach vancouver island, genauer gesagt: nach nanaimo, um uns dort dann ein auto zu mieten, um die knapp 400 kilometer nach telegraph cove (im nordwesten der insel) zurücklegen zu können.

nachdem uns unser weg die meiste zeit entlag der küste führte, konnten wir viele tolle eindrücke und bilder mitnehmen und die fahrt verging wie im fluge.

wir erreichten telegraph cove gegen frühen abend und mussten nur noch durch ein kleines waldstück und ein paar schotterstraßen ehe wir den campingplatz erreichten. dort „empfing“ uns gleich der „campground manager“, den wir zuvor erst für einen wildcamper hielten. zerzaust und verzottelt saß er vor seinem feuer, sein hund neben ihm und die pfeife im mund (also der mann – nicht der hund… obwohl… ;)).
wir hatten reserviert – typisch deutsche angewohnheit – und nach längerem suchen in seinem camper fand er dann auch schließlich den wisch, der unsere reservierung, bestätigte. diese war jedoch nicht nötig gewesen, da es dort unendlich viel platz gab – telegraph cove hat nur ca. 20 permanent residents, also einwohner die ständig dort leben.

nach stunden an unserem wirklich fantastischem campingplatz, der neben viel platz auch noch tisch und bänke und eine feuerstelle bereithielt, kuschelten wir uns dann nach einem riiiiesigen lagerfeuer (okay, da hab ich wohl ein bisschen übertrieben und wir konnten froh sein, dass später kein hubschrauber nötig war, um den von mir fast verursachten waldbrand zu löschen ;)) und ein paar bieren in unser zelt und freuten uns auf den nächsten tag und die stunden auf dem wasser…

um 9 in der früh ging es dann auch schon los und ich kann mit worten einfach nicht beschreiben wie schön, lehrreich, informativ, gigantisch, einzigartig, berührend, faszinierend und magisch diese stunden für uns waren, in denen wir auf dem wasser trieben und dem treiben von delphinen, buckelwalen, seelöwen, seerobben und etlichen orcas beiwohnen durften.

dieser ausflug war bis jetzt einer der besten erfahrungen unseres lebens und damit ihr zumindest ein bisschen der atmosphäre miterleben könnt, haben wir auch ein bisschen gefilmt (könnt ihr dann exklusiv bei unserer hallo-wir-sind-wieder-zurück-vielleicht-wären-wir-gerne-geblieben-aber-sind-doch-zurückgekommen-feier bestaunen) – das meiste haben wir jedoch ganz egoistisch einfach nur für uns selbst genossen :)

there he is… impressive, overwhelming and threatening in one